Montag, 29. September 2008

Kultur, ein Ausflug, und noch ne Kampusführung

Am Wochenende ging mal wieder das Intenet im Wohnheim nicht, daher gibt´s jetzt ein paar Erzählungen.

Wir waren am Freitag im Kunsthaus Graz (das blaue runde Gebäude) das hat 5. Geburtstag gefeiert und es gab freien Eintritt und spezielle Führungen. Wir haben die Technikführung mitgemacht und alle Untergeschosse mit Klimaanlagen, Feuerschutzanlagen , Hebeanlage etc. erklärt bekommen. Davor haben wir uns natürlich das Kunsthaus angesehen. Leider konnten wir drinnen keine Bilder machen. Der Innenraum is echt geil gemacht, man fährt mit einem langen Rollband quasi von unten in die blaue Kugel hinein. Innen wars im 1. Stock recht "normal", also keinen gebogenen Wände etc. die Rundungen sieht man nur an den Fassedenseiten. Dafür ist der Raum im 2. Stock sehr gut. Da sieht man dann diese Bubbels aufm Dach, das sind quasi die Oberlichter. Die Decke spannt hier Stützenfrei über den gesamten Raum, alle Wände und Böden sind dunkel gehalten und nur diese Lichtaugen stechen richtig krass aus der Decke raus.









Am Samstag gings ins Landeszeughaus und zum Schloss Eggenberg. Das Landeszeughaus ist ein Waffenlager aus dem Mittelalter. Da Lagern auf 4 Geschossen unzählige Rüstungen, Musketen, Schwerter und sonstige Waffen. Damit wurde im Kriegsfall das Heer bzw. die Bürgerschaft ausgestattet und in den Kampf geschickt.








Schloss Eggenberg liegt an der Grazer Peripherie, etwa 15 min. Fahrt mit der Tram. Von aussen ist es recht schlicht für ein Schloss. Der gute Herr Eggenebrg, der einfach nur ein stinkreicher Grazer Handelsmann war, hatt sich irgendwann sein persönliches Familienschlösschen bauen lassen. Da der gute Kerl in Tübingen (!) studiert hatte, war er recht begeister von der Wissenschaft (Mathe, Astrologie usw.). Diese begeisterung für Wissenschaften spiegelt sich im Schlossbau wieder. So gibt es 4 Türme für die Jahreszeiten, 52 Türen für die Wochen, 365 Fenster für die Tage usw. jedes kleine Detail im Schloss ist auf irgendeine Zahl in der Natur/ im Kalender zurückzuführen. Das wirklich protzige an dem Schloss sind aber die 24 Prunkräume (12 für den Tag, 12 für die Nacht). Das sind 24 Zimmer die derartig protzig ausgestattet sind, das selbst die Abramowitsch und Slims von heute neidisch werden könnten. Alle Räume sind mit überdimensionalen Wand und Deckengemälden ausgestattet, es gibt keine Stelle die nicht irgendwie verschnörkelt ist. Kronleuchter hier, Chinesisches Porzellan in der Wand da...








Heute hatten wir dann noch ein Treffen mit den Erasmus Tutoren der TU. Die haben uns dann alles an der TU gezeigt. Zeichensäle, Plotservice, Modellbauladen usw. Nach dem Rundgang sind wir dann noch alle zusammen ins Eckhaus, eine Kneipe direkt an der Uni. Prost, es gab wieder mal ein neues Bier, StaroBrno aus Tschechien. Unser Kursprogramm haben wir jetzt fasst vollständig zusammen. Es gibt zwar einige Seminare die wir nicht belegen können, weil sie voll sind oder einfach nicht mehr Angeboten werden, aber das regelt sich schon alles.










Donnerstag, 25. September 2008

No habla alleman, der "Welcome Day" an der TU

Heute war der "Welcome Day" an der TU Graz. Das bedeutet: Wir sind um 10.00 aufgestanden (ohne Wecker!) und waren dann um 12.00 an der TU. Da haben wir uns unsere Studienausweise und ziemlich viele Infoblätter abgeholt und noch eine Kampustour gemacht. Unsere Kampustourführerin war Fräulein Mörtel (Blond mit Schirm) von der TU. Die hat uns dann erklärt, dass die TU in 3 Bereiche aufgeteilt ist (alte Technik, da sind wir, neue Technik und Infeldgasse) je nach Seminar kann es sein das wir zwischen den Bereichen wechseln müssen. Vielleicht klauen wir uns dann doch ein Fahrrad. Nach der Kampusführung gab es noch mal Vorträge und danach ein Empfang beim Rektor mit Buffet in der Aula der alten Technik. Nächste Woche sind dann die Vorstellungen von den Entwürfen die wir wählen können und morgen gibt es noch mal eine spezielle "Orientation" für Architekten. Schön wie die sich um einen Kümmern.
Überraschender Weise sind gefühlte 90% aller Erasmus Studenten aus Spanien, sodass die dominierende Sprache am heutigen Tag nicht etwa deutsch oder englisch sondern spanisch war. Da alle Vorträge auf deutsch/englisch oder nur englisch gehalten wurden, sind dennoch alle Spanier etwas ratlos und haben noch nicht alles begriffen was heute erzählt wurde. Das wird schon noch. Wir sind jetzt jedenfalls offiziell an der TU angemeldet, mit Studentenausweiss und allem drum und drann. Das geht hier alles online, über das TU Portal. Jetzt müssen wir uns halt noch für unsere Seminare / Entwürfe anmelden, aber das geht auch alles in diesem Online Portal. Also alles kein Problem. Morgen gehen wir noch zum Uni Sport und melden uns da an. Das wird den kaputten Rücken hoffentlich ganz gut tun. An der Uni läuft also alles.
In der Wohnung nicht. Unsere Super Siemens Spülmaschine (Alliteration) ist kaputt. Scheisse. Also müssen wir zur Zeit wieder von Hand spülen ( moderne Studentenprobleme ). Aber das wird bestimmt wieder. Die ÖAD Leute kümmern sich ja drum.




TU Graz_alte Technik






die Aula der alten Technik






Hörsäle an der TU






Dienstag, 23. September 2008

Therme Bad Gleichenberg

Nach den strapaziösen Wanderungen der letzten Tage haben wir uns ein Tag Pause gegönnt und die Therme in Bad Gleichenberg besucht, die Ca. eine Stunde Überlandfahrt von Graz entfernt liegt. Die Therme befindet sich ausserhalb in einem Kurgebiet mit viel Grün drumherum. Ideal um ein bisschen zu entspannen.
Die Anlage mit Hotel, Wellness Spa, Therme, Restaurant etc. wurde vom norwegischen Architektur Büro JSA Jensen & Skodvin Arkitektkontor geplant und erst vor kurzem eröffnet.
Es ist also alles noch sehr neu. Hier und da hat mal ein Kabel aus der Wand geschaut oder ein Stecker gefehlt, aber solche Kleinigkeiten waren die Ausnahme. Im großen und ganzen ist die Therme sehr gelungen. Von den Materialien sehr reduziert, Holz und Stein dominieren das Gesamtbild.
Da alles noch sehr neu ist, und wir am Montag da waren, war nicht viel los, teilweise waren wir ganz alleine. Das Bad hat ein großes Innenbecken mit verschiedenen Massagestationen und einer 25 Meter Bahn. Im Aussenbereich gibt es dann noch ein Becken mit Thermalwasser (salzig) und noch mehr Massagedüsen. Dazu gabs noch einen Whirlpool im Innenbereich, sowie massig Liegen zum Entspannen.
Der Saunabereich war genial, fast schon luxuriös. An der Rezeption hat uns erst mal ein halbnakter Hühne im Saunaoutfit, also Badeschlappen und Saunakilt, aufgegriffen und uns, nach Lisas Frage wie das hier alles Funktioniert, den gesamten Saunabereich erklärt. Neben verschiedenen Saunen (Infrarot, Dampfbad, Biosauna und Finnische Sauna) gab es noch ein kleines Knabbereien Buffet, mit Trockenfrüchten, frischen Wasser und Nüssen. Handtücher gabs auch so viel man wollte. Da wir ja, wie vorher erwähnt, ab und zu alleine in der Therme waren, gabs dann zum Abschluss der Saunatour ein "Privataufguss" für Lisa und mich in der finnischen Sauna.
Nach knapp 9 Stunden totaler Entspannung sind wir dann schließlich nach Hause, also nach Graz, gefahren ( Halbblind allerdings, da es geschüttet hat wie aus Kübeln und der Twingo Scheibenwischer etwas malad ist ).

Bis dann, Lisa und Arnold